Oktober 2025 – Kleine und große Köche hatten allerhand Spaß und die Gäste leckeres Essen. Im Rahmen seines Ferienprogramms für Kinder und Familien lud der Kneipp-Verein Münden in den Herbstferien zu einem multikulturellen Koch-Event in das Mehrgenerationenhaus ein. „Gemeinsam kochen“ hieß die Aktion, bei der Eltern und Großeltern zusammen mit ihren Kindern das Essen zubereiteten, um es sich dann mit weiteren Gästen gemeinsam schmecken zu lassen. So ganz nebenbei verband die Maßnahme nicht nur die Generationen, sondern auch Vereinsmitglieder aus unterschiedlichen Herkunftsländern.
Leckeres aus der Ukraine
Auf der Speisekarte standen zwei traditionelle ukrainische Gerichte: Borschtsch (борщ = Kohlsuppe mit Roter Beete) und Varenyky (вареники = gefüllte Teigtaschen). Die meisten Köche der Aktion waren Kinder und Eltern aus der Ukraine, die infolge des Krieges in ihrer Heimat nach Deutschland kamen und nun in verschiedenen Gruppen des Kneipp-Vereins aktiv sind. Eingeladen waren auch einheimische Gäste (einige Senioren des Vereins), die neugierig waren, was sie da wohl erwartete.
Zuerst hieß es aber für die Köche und Küchenhelfer: Hände waschen! Dann ging es ans Werk. Die Mütter erklärten den Kindern, was sie zu machen hatten, um leckeren Borschtsch zu kochen. Es wurden Kartoffeln geschält und in kleine Würfel geschnitten, Karotten gerieben, der Kohl zerkleinert und die Rote Beete in einer Pfanne vorgebraten. Eine Babusia (бабуся = Oma) machte vor, wie man richtig die Kräuter schnippelt (sodass die Finger nicht in Mitleidenschaft gezogen werden), danach war der Küchennachwuchs an Reihe. Nun alles ab in den großen Topf und mit reichlich Wasser kochen. Das dauerte eine ganze Weile. Am Herd rührte Mutter Oleksandra um und passte auf, dass der Borschtsch nicht überkochte.
Viele fleißige Köche
Einige andere kümmerten sich derweil schon um die Zubereitung der Varenyky. Die Mütter Malvina und Ruslana half den jungen Köchen bei der Herstellung des Teigs. Der wurde erstmal kräftig geknetet und in große Klumpen aufgeteilt. Dann wurden die Klumpen ausgerollt und mit Hilfe einer Tasse daraus runde Teigstücke ausgestochen. Ein paar Kinder bereiteten schon die Füllung aus Tvorog (творог = körniger Frischkäse) vor. Viele fleißige Hände füllten nun die Teigtaschen und verschlossen sie kunstvoll am Rand. Kleiner Tipp: Langsam arbeiten und nicht matschen, sonst gehen die Taschen beim Kochen wieder auf. Die Kinder hatten offensichtlich ihren Spaß dabei, und die Erwachsenen auch.
Endlich war alles fertig. Nach der Küchenarbeit ging es nun zum gemütlichen Teil der Veranstaltung: Die zubereiteten Gerichte ließ man sich gemeinsam schmecken. Die deutschen Gäste warteten schon gespannt auf die kulinarischen Ergebnisse. Und die Köche wollten natürlich ebenfalls probieren, was sie zubereitet haben. Kurz gesagt: Lecker war’s – das fanden alle. Und miteinander schmeckte das Essen sogar noch besser.
Aus dem Kreis der Teilnehmenden gab es viel Lob, nicht nur für das Essen. „Das war eine rundherum gelungene Aktion“, freute sich Gudrun Surup, die Organisatorin der Maßnahme. Für März 2026 ist bereits ein neues Koch-Event geplant – dann mit Gerichten aus Deutschland.
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Oktober 2025 – Kleine und große Köche hatten allerhand Spaß und die Gäste leckeres Essen. Im Rahmen seines Ferienprogramms für Kinder und Familien lud der Kneipp-Verein Münden in den Herbstferien zu einem multikulturellen Koch-Event in das Mehrgenerationenhaus ein. „Gemeinsam kochen“ hieß die Aktion, bei der Eltern und Großeltern zusammen mit ihren Kindern das Essen zubereiteten, um es sich dann mit weiteren Gästen gemeinsam schmecken zu lassen. So ganz nebenbei verband die Maßnahme nicht nur die Generationen, sondern auch Vereinsmitglieder aus unterschiedlichen Herkunftsländern.
Leckeres aus der Ukraine
Auf der Speisekarte standen zwei traditionelle ukrainische Gerichte: Borschtsch (борщ = Kohlsuppe mit Roter Beete) und Varenyky (вареники = gefüllte Teigtaschen). Die meisten Köche der Aktion waren Kinder und Eltern aus der Ukraine, die infolge des Krieges in ihrer Heimat nach Deutschland kamen und nun in verschiedenen Gruppen des Kneipp-Vereins aktiv sind. Eingeladen waren auch einheimische Gäste (einige Senioren des Vereins), die neugierig waren, was sie da wohl erwartete.
Zuerst hieß es aber für die Köche und Küchenhelfer: Hände waschen! Dann ging es ans Werk. Die Mütter erklärten den Kindern, was sie zu machen hatten, um leckeren Borschtsch zu kochen. Es wurden Kartoffeln geschält und in kleine Würfel geschnitten, Karotten gerieben, der Kohl zerkleinert und die Rote Beete in einer Pfanne vorgebraten. Eine Babusia (бабуся = Oma) machte vor, wie man richtig die Kräuter schnippelt (sodass die Finger nicht in Mitleidenschaft gezogen werden), danach war der Küchennachwuchs an Reihe. Nun alles ab in den großen Topf und mit reichlich Wasser kochen. Das dauerte eine ganze Weile. Am Herd rührte Mutter Oleksandra um und passte auf, dass der Borschtsch nicht überkochte.
Viele fleißige Köche
Einige andere kümmerten sich derweil schon um die Zubereitung der Varenyky. Die Mütter Malvina und Ruslana half den jungen Köchen bei der Herstellung des Teigs. Der wurde erstmal kräftig geknetet und in große Klumpen aufgeteilt. Dann wurden die Klumpen ausgerollt und mit Hilfe einer Tasse daraus runde Teigstücke ausgestochen. Ein paar Kinder bereiteten schon die Füllung aus Tvorog (творог = körniger Frischkäse) vor. Viele fleißige Hände füllten nun die Teigtaschen und verschlossen sie kunstvoll am Rand. Kleiner Tipp: Langsam arbeiten und nicht matschen, sonst gehen die Taschen beim Kochen wieder auf. Die Kinder hatten offensichtlich ihren Spaß dabei, und die Erwachsenen auch.
Endlich war alles fertig. Nach der Küchenarbeit ging es nun zum gemütlichen Teil der Veranstaltung: Die zubereiteten Gerichte ließ man sich gemeinsam schmecken. Die deutschen Gäste warteten schon gespannt auf die kulinarischen Ergebnisse. Und die Köche wollten natürlich ebenfalls probieren, was sie zubereitet haben. Kurz gesagt: Lecker war’s – das fanden alle. Und miteinander schmeckte das Essen sogar noch besser.
Aus dem Kreis der Teilnehmenden gab es viel Lob, nicht nur für das Essen. „Das war eine rundherum gelungene Aktion“, freute sich Gudrun Surup, die Organisatorin der Maßnahme. Für März 2026 ist bereits ein neues Koch-Event geplant – dann mit Gerichten aus Deutschland.
Übrigens: Die traditionelle Zubereitung von Borschtsch steht seit 2022 auf der UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit.
© Fotos: Kneipp-Verein Münden