Berichte

Auf den Spuren des Salzes

Juli 2026 – Herzliche Gastfreundschaft, Entspannung und faszinierende Geschichte – das erlebte unsere Reisegruppe bei ihrem jüngsten Aufenthalt in der traditionsreichen Doppelstadt Bad Sooden-Allendorf an der Werra.

Wohlfühlen von der ersten Minute an

Der Grundstein für die gelungenen Tage wurde im Hotel Martina gelegt. Nach einem Sektempfang bezogen wir unsere hübschen Zimmer mit Balkon und herrlichem Stadtblick. Ein reichhaltiges Frühstück und geschmackvolle Abendessen rundeten den Aufenthalt ab. Die Abende verbrachte unsere Gruppe in fröhlicher Gemeinschaft auf der Außenterrasse.

Das Gradierwerk: Einzigartiges Heilklima

Ein Höhepunkt des Programms war das historische Gradierwerk aus dem Jahr 1638. Mit 140 Metern Länge und 12 Metern Höhe ist es das größte erhaltene Gradierwerk Deutschlands. Täglich fließen hier bis zu 250.000 Liter Sole (3–12 % Salzgehalt) über den Schwarzdorn. Die dabei entstehenden Aerosole wirken wie ein Freiluftinhalatorium und sind eine Wohltat für die Atemwege.

Ergänzend dazu bot das Solebad (3 % Salzgehalt) spürbare Entlastung für Muskeln und Gelenke, was besonders bei rheumatischen Beschwerden und Erschöpfung hilft.

Aktivität und Entspannung im Grünen

Ruhe und neue Kraft fanden die Teilnehmer bei Spaziergängen durch die gepflegten Kurgärten. Spielgolf und Großschach erforderten Geschicklichkeit und brachten viel Spaß. Ein besonderer Geheimtipp war der idyllische Kräutergarten an der St. Crucis Kirche in Allendorf: Bei Kaffee, Kuchen und dem Erfrischungsgetränk „Himmelspforte“ ließ sich die florale Vielfalt perfekt genießen.

Geschichte hautnah erleben

Wie groß die Doppelstadt ist, zeigte sich bei einer Rundfahrt mit dem Stadtbus. Tiefe Einblicke in die Historie des „weißen Goldes“ boten das Salzmuseum mit historischen Gerätschaften sowie das traditionelle Salzsieden im Sooder Siedekot. Zum Abschluss hieß es in der Salzgrotte tief durchatmen: Bei 22 Grad Raumtemperatur und 50 % Luftfeuchtigkeit sorgen negative Ionen für maximale Entspannung, bevor die Gruppe vitalisiert die Heimreise antrat.

© Fotos: Helga Quentin / Kneipp-Verein Münden