In der Gesundheitslehre von Sebastian Kneipp bilden Heilpflanzen (Phytotherapie) eine der fünf Säulen. Ihre Funktion besteht insbesondere darin, die Selbstheilungskräfte des Körpers auf sanfte, natürliche Weise zu unterstützen und das Immunsystem zu stärken.
„Ich habe die alten, vergessenen und verlassenen Kräutlein wieder aufgesucht, habe ihre Heilkraft erprobt und manchen geheilt von schweren und langjährigen Leiden.“
Sebastian Kneipp, 1821-1897
Kneipp sah die Pflanzen als „Apotheke Gottes“ an. Sie bewirken eine sanfte, aber sehr effektive Unterstützung der Organfunktionen.
Stärkung des Immunsystems: Kräuter wie die Vitamin-C-reiche Hagebutte oder die Ringelblume (entzündungshemmend) kräftigen die Abwehrkräfte.
Linderung von Atemwegserkrankungen:Spitzwegerich wirkt schleimlösend und reizmildernd bei Husten, während Minze oder Lindenblüten krampflösend und schweißtreibend bei Erkältungen helfen.
Beruhigung von Nervensystem und Seele:Melisse oder Baldrian wirken harmonisierend und unterstützen bei Angst, Nervosität und Schlafstörungen.
Unterstützung von Stoffwechsel und Verdauung:Löwenzahn regt die Drüsentätigkeit und den Stoffwechsel an, während Fenchel oder Kümmel die Verdauung beruhigen.
Tee ist eine Form der Darreichung, welche die Wirkstoffe der Pflanze mit der reinigenden Kraft des Wassers verbindet. Kneipp nutzte Tees und Aufgüsse sowohl zur Vorbeugung als auch zur gezielten Behandlung von Beschwerden. Für die optimale Wirkung ist auf die richtige Zubereitung zu achten, um wertvolle Inhaltsstoffe wie ätherische Öle zu erhalten:
Wassertemperatur: Das Wasser sollte nach dem Kochen etwa 2-3 Minuten abkühlen (auf ca. 90°C), bevor die Kräuter übergossen werden. Kochendes Wasser ließe wichtige Wirkstoffe verdampfen.
Ziehzeit: In der Regel beträgt die optimale Ziehzeit zwischen 5 und 10 Minuten.
Ganzheitlicher Genuss: Entspanntes Teetrinken wirkt sich positiv auf die Seele aus. Das Teetrinken sollte als bewusste Auszeit für Körper und Geist zelebriert werden.
Wichtiger Kneipp-Tipp: Den Tee immer zugedeckt ziehen lassen, damit wertvolle ätherische Öle nicht verdampfen. Das Kondenswasser am Deckel sollte zurück in die Tasse gegeben werden.
Ein bekannter Klassiker ist der Kneippsche Frühstückstee aus Erdbeerblättern und Thymian, der das Nervensystem stärken soll.
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In der Gesundheitslehre von Sebastian Kneipp bilden Heilpflanzen (Phytotherapie) eine der fünf Säulen. Ihre Funktion besteht insbesondere darin, die Selbstheilungskräfte des Körpers auf sanfte, natürliche Weise zu unterstützen und das Immunsystem zu stärken.
Kneipp sah die Pflanzen als „Apotheke Gottes“ an. Sie bewirken eine sanfte, aber sehr effektive Unterstützung der Organfunktionen.
Tee ist eine Form der Darreichung, welche die Wirkstoffe der Pflanze mit der reinigenden Kraft des Wassers verbindet. Kneipp nutzte Tees und Aufgüsse sowohl zur Vorbeugung als auch zur gezielten Behandlung von Beschwerden. Für die optimale Wirkung ist auf die richtige Zubereitung zu achten, um wertvolle Inhaltsstoffe wie ätherische Öle zu erhalten:
Wichtiger Kneipp-Tipp: Den Tee immer zugedeckt ziehen lassen, damit wertvolle ätherische Öle nicht verdampfen. Das Kondenswasser am Deckel sollte zurück in die Tasse gegeben werden.
Ein bekannter Klassiker ist der Kneippsche Frühstückstee aus Erdbeerblättern und Thymian, der das Nervensystem stärken soll.
Quellen:
© Fotos: congerdesign, Couleur, ivabalk, Marina Pershina, Nutro Vally und scym auf Pixabay, Adobe Stock