Mai 2024 – Deutsch ist für viele nicht gerade das Lieblingsfach. Und das erst recht, wenn man die Sprache gerade neu lernt. Für eine Handvoll Kinder und Eltern war unser außerordentlicher „Deutschunterricht“ allerdings ein besonderes Erlebnis. Zum Internationalen Museumstag am 19. Mai machte unsere Hausaufgabenhilfe für Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine einen Ausflug nach Kassel und besuchte dort gleich mehrere Museen. Für die Teilnehmer gab es an diesem Tag allerhand Interessantes zu sehen und auszuprobieren.
Das erste Ziel unserer Tour war die GRIMMWELT auf dem Weinberg, die sich selbst als „Erlebnisraum zum Leben und den Werken der Brüder Grimm“ bezeichnet. Neben den eigenen Volksmärchen sind in der Ukraine auch viele der Märchen aus der Sammlung der Brüder Grimm allgemein bekannt. In der Ausstellung gab es allerhand historisches Material aus dem Leben der weltbekannten Brüder zu sehen, dazu begehbare Installationen, in denen einige der Märchen lebendig wurden.
Ein Hexenhaus, in dem eine sich wandelnden Hexe mit Leckereien lockte, ein virtueller Besuch bei den sieben Zwergen, der böse Wolf, der mit „Mordskohldampf“ im Bett der Großmutter lag, ein sprechendes Spieglein und eine riesige Dornenhecke, die erzählte und Töne von sich gab, waren nur einige der märchenhaften Stationen. Außerdem gab es Sprachgeschichtliches wie etwa ein Füllrohr zum Schimpfworttausch oder den Gang durchs Deutsche Wörterbuch von A bis Z, der zugleich Stationen aus dem Leben der Brüder Grimm darstellte. In der Sonderausstellung „Imaginarium“ aus dem Theater der Brüder Matěj und Petr Forman (Söhne des Filmregisseurs Miloš Forman) konnten Kinder und Erwachsene viele fantasievolle Spielgeräte ausprobieren.
Danach ging es ins Stadtmuseum. Für die Kinder gab es hier in der „KasselWerkstatt“ ein buntes Programm. Auf einer kleinen Bühne mit historischer Kulisse konnten die Museumsbesucher in verschiedene Kostüme schlüpfen. Genau das Richtige für ein paar lustige Erinnerungsfotos. Außerdem gab es Angebote zum Malen und Basteln. In der reichhaltigen Ausstellung waren vielfältige Exponate aus der Geschichte der Stadt Kassel zu sehen. Die Zeitreise ging vom Mittelalter bis in die jüngste Vergangenheit. Das Stadtbild hat sich im Laufe der Zeit stark verändert, wie auf Karten und Dioramen zu sehen war, ebenso auch das Leben der Menschen. Die Regenten kamen und gingen und hinterließen im Stadtbild ihre Spuren.
Letzte Etappe war das Schloss Wilhelmshöhe mit seiner berühmten Gemäldegalerie der Alten Meister und der umfangreichen Sammlung antiker Kunstwerke und Gegenstände. Begrüßt wurde die Gruppe bei Ankunft mit der großen Fontäne der Wasserspiele im Bergpark oberhalb des Schlosses. Eine verkleinerte Gipsnachbildung des Herkules war eines der Exponate, durch ein Fernrohr konnte man es mit der Kupferstatue, die das Monument oben auf dem Berg krönt, vergleichen.
Im Schloss machten wir noch einen schnellen Rundgang durch die Ausstellungen, denn der Museumstag näherte sich allmählich seinem Ende. Erstaunlich: Antike Münzen waren teilweise nicht größer als eine Erbse. Kein Wunder, dass man sie damals vermutlich häufiger mal verlor, um sie nach zweieinhalb Jahrtausenden mit viel Glück wiederzufinden (vielleicht auch etwas früher). Das eine oder andere der berühmten Gemälde kannte man schon von Fotos oder aus Büchern, aber hier waren die Originale zu sehen.
In der Sonderausstellung „Playmobil trifft Gemäldegalerie – Alte Meister neu erzählt“ standen zwischen den weltberühmten Kunstwerken immer wieder Nachbauten der Szenen mit den kleinen Figuren, die so manche Überraschung enthielten. Für die Kinder waren sie das Highlight, die Erwachsenen bewunderten derweil die beeindruckenden Werke an den Wänden.
Für die Schüler und ihre Eltern brachte der Museumstag viele neue Eindrücke und zudem ein paar neue Vokabeln. Deutschunterricht kann eben auch Spaß machen. Und das alles verbunden mit viel gesunder Bewegung bei den Spaziergängen von Museum zu Museum, ganz nach dem Kneipp-Motto: aktiv und gesund.
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Mai 2024 – Deutsch ist für viele nicht gerade das Lieblingsfach. Und das erst recht, wenn man die Sprache gerade neu lernt. Für eine Handvoll Kinder und Eltern war unser außerordentlicher „Deutschunterricht“ allerdings ein besonderes Erlebnis. Zum Internationalen Museumstag am 19. Mai machte unsere Hausaufgabenhilfe für Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine einen Ausflug nach Kassel und besuchte dort gleich mehrere Museen. Für die Teilnehmer gab es an diesem Tag allerhand Interessantes zu sehen und auszuprobieren.
Das erste Ziel unserer Tour war die GRIMMWELT auf dem Weinberg, die sich selbst als „Erlebnisraum zum Leben und den Werken der Brüder Grimm“ bezeichnet. Neben den eigenen Volksmärchen sind in der Ukraine auch viele der Märchen aus der Sammlung der Brüder Grimm allgemein bekannt. In der Ausstellung gab es allerhand historisches Material aus dem Leben der weltbekannten Brüder zu sehen, dazu begehbare Installationen, in denen einige der Märchen lebendig wurden.
Ein Hexenhaus, in dem eine sich wandelnden Hexe mit Leckereien lockte, ein virtueller Besuch bei den sieben Zwergen, der böse Wolf, der mit „Mordskohldampf“ im Bett der Großmutter lag, ein sprechendes Spieglein und eine riesige Dornenhecke, die erzählte und Töne von sich gab, waren nur einige der märchenhaften Stationen. Außerdem gab es Sprachgeschichtliches wie etwa ein Füllrohr zum Schimpfworttausch oder den Gang durchs Deutsche Wörterbuch von A bis Z, der zugleich Stationen aus dem Leben der Brüder Grimm darstellte. In der Sonderausstellung „Imaginarium“ aus dem Theater der Brüder Matěj und Petr Forman (Söhne des Filmregisseurs Miloš Forman) konnten Kinder und Erwachsene viele fantasievolle Spielgeräte ausprobieren.
Danach ging es ins Stadtmuseum. Für die Kinder gab es hier in der „KasselWerkstatt“ ein buntes Programm. Auf einer kleinen Bühne mit historischer Kulisse konnten die Museumsbesucher in verschiedene Kostüme schlüpfen. Genau das Richtige für ein paar lustige Erinnerungsfotos. Außerdem gab es Angebote zum Malen und Basteln. In der reichhaltigen Ausstellung waren vielfältige Exponate aus der Geschichte der Stadt Kassel zu sehen. Die Zeitreise ging vom Mittelalter bis in die jüngste Vergangenheit. Das Stadtbild hat sich im Laufe der Zeit stark verändert, wie auf Karten und Dioramen zu sehen war, ebenso auch das Leben der Menschen. Die Regenten kamen und gingen und hinterließen im Stadtbild ihre Spuren.
Letzte Etappe war das Schloss Wilhelmshöhe mit seiner berühmten Gemäldegalerie der Alten Meister und der umfangreichen Sammlung antiker Kunstwerke und Gegenstände. Begrüßt wurde die Gruppe bei Ankunft mit der großen Fontäne der Wasserspiele im Bergpark oberhalb des Schlosses. Eine verkleinerte Gipsnachbildung des Herkules war eines der Exponate, durch ein Fernrohr konnte man es mit der Kupferstatue, die das Monument oben auf dem Berg krönt, vergleichen.
Im Schloss machten wir noch einen schnellen Rundgang durch die Ausstellungen, denn der Museumstag näherte sich allmählich seinem Ende. Erstaunlich: Antike Münzen waren teilweise nicht größer als eine Erbse. Kein Wunder, dass man sie damals vermutlich häufiger mal verlor, um sie nach zweieinhalb Jahrtausenden mit viel Glück wiederzufinden (vielleicht auch etwas früher). Das eine oder andere der berühmten Gemälde kannte man schon von Fotos oder aus Büchern, aber hier waren die Originale zu sehen.
In der Sonderausstellung „Playmobil trifft Gemäldegalerie – Alte Meister neu erzählt“ standen zwischen den weltberühmten Kunstwerken immer wieder Nachbauten der Szenen mit den kleinen Figuren, die so manche Überraschung enthielten. Für die Kinder waren sie das Highlight, die Erwachsenen bewunderten derweil die beeindruckenden Werke an den Wänden.
Für die Schüler und ihre Eltern brachte der Museumstag viele neue Eindrücke und zudem ein paar neue Vokabeln. Deutschunterricht kann eben auch Spaß machen. Und das alles verbunden mit viel gesunder Bewegung bei den Spaziergängen von Museum zu Museum, ganz nach dem Kneipp-Motto: aktiv und gesund.
© Fotos: Kneipp-Verein Münden